Enduro EM203 Rangierhilfe

Unser Wohnwagen - Mover : Enduro EM203 Rangierhilfe

  [Beitrag enthält Werbung & meine Meinung]

Seit Herbst 2015 besitzen wir unseren eigenen Wohnwagen.
Ziemlich schnell sammelten wir leider die Erfahrung, dass auf zahlreichen Campingplätzen die Stellplätze für Wohnwagen sehr eng sind.
Dazu kommt noch, dass wir immer von unserem Dauerstellplatz starten, wo nicht immer ein Nachbar gerade da ist der helfen kann beim Ausparken des Wohwagens aus dem Carport.Daher entschieden wir uns im März 2016 dazu, einen Mover für unseren Weinsberg Wohnwagen zu kaufen.
Ein Mover ist eine Rangierhilfe für Wohnwagen.
Also umgangssprachlich eine Einparkhilfe, man kann den Wohnwagen dann per Fernsteuerung fahren lassen und lenken, so wie man das mit z. B. ferngesteuerten Spielzeugautos macht.
Nach langen Recherchen haben mein Mann und ich uns für die
Enduro EM203 Caravan-Rangierhilfe entschieden. Wie dieser Wohnwagen – Mover funktioniert und wie zufrieden wir sind, könnt ihr nun in meinem folgenden Bericht erfahren.

*** Kaufort und Preis ***


Mein Mann und ich haben uns Anfang letzten Jahres sehr ausgiebig mit dem Thema „Wohnwagen – Mover“ beschäftigt und uns überwiegend im Internet darüber informiert.
Bekannte Hersteller für Caravan-Rangierhilfen sind unter anderem Truma und Al-Ko. Hier kann man sage und schreibe über Euro 1.500,00 für einen Mover ausgeben.
Diese Preise fanden wir aber viel zu teuer und daher recherchierten wir lange.Durch Zufall entdeckte ich dann die Homepage von Enduro Technology.
Enduro bietet verschiedene Rangierhilfen für Wohnwagen an, unter anderem auch den Mover EM203. Dieser passte von den technischen Daten her ideal zu unserem Wohnwagen und zu unseren Einsatzzwecken.
Vor dem Kauf die Preise vergleichen lohnt sich auf jeden Fall!Im Enduro Shop ( https://shop.eal-vertrieb.com ) bezahlt man für die Rangierhilfe
EM203 Euro 899,00.
Bei dem bekannten Campinghändler Fritz und Berger ( https://www.fritz-berger.de ) kostet das Produkt Euro 849,00.
Wir haben die Enduro EM203 damals bei Amazon gekauft für nur Euro 699,00.
Aktuell erhält man diesen Mover dort sogar noch günstiger, nämlich für Euro 679,94.

*** Hersteller ***


EAL GmbH
Otto-Hausmann-Ring 107
42115 Wuppertal
DeutschlandTelefon: +49 (0) 202 429283 0
Telefax: +49 (0) 202 429283 20
E-Mail: kundenservice@eal-vertrieb.com
www.enduro-europe.eu
Die EAL GmbH vertreibt außer Enduro Technology weitere Marken wie zum Beispiel Ballistol, Happy Kids, Formula und Eufap.
Enduro Technology bietet verschiedene Modelle an Rangierhilfen für Wohnwagen an.Das schreibt der Hersteller über sich:
Enduro Technology:
Rangieren Sie ihren Wohnwagen mühelos per Fernbedienung. Die Rangiersysteme von Enduro sind in vollautomatischer und halbautomatischer Ausführung erhältlich.
Als Ergänzung empfehlen wir die Lithium-Ionen Batterie von Enduro. Lithium Technologie ist Leistungsstark und spart Gewicht.

*** Technische Details & Kurzinformationen ***  

--- Anwendung: zum Rangieren von Wohnwagen oder Anhängern
--- Achsbreite: 1800 bis max. 2500 mm
--- Für max. Reifenbreite von: 205 mm
--- 12 V motorbetriebene Walzen
--- Inkl. 12 V Steuergerät und Fernbedienung
--- Leichte und schnelle Montage am Wohnwagen/Anhänger
--- Optimale Bodenfreiheit - keine tiefliegende Teile
--- Ermöglicht das Drehen des Wohnwagens um 360° um die eigene Achse
--- Sicheres Halten an Gefällen bei 1450 kg Gesamtgewicht und 20% Steigung
--- Zuverlässiges Rangieren auf verschiedenen Untergründen
--- LED-Anzeige auf der Kontrollbox bei Überlastung und Fehlfunktionen
--- Spritzwassergeschützt und korrosionsbeständig
--- An- und zurückfahren der Antriebsrollen - paralleles Anfahren der Walzen mit der
Handkurbel

 

Technische Spezifikationen:
Typ: EM203
Art.Nr.: 11825
Stromversorgung: 12V / min. 80Ah
Mittlere Stromaufnahme: 20 A
Max. Stromaufnahme: 100 A
Geschwindigkeit ca. 10 cm / sec.
Gewicht ca. 37 kg (ohne Akku)
Max. zulässiges Gesamtgewicht: Einachser 1800 kg / 1450 kg bei 18% Steigung
Wir besitzen einen Wohnwagen der Firma Weinsberg.
Es handelt sich um einen mittelgroßen und mittelschweren Wohnwagen.
Zulässiges Gesamtgewicht ist 1.500 kg.
Für unseren Wohnwagen ist der Enduro EM203 Mover perfekt und er funktioniert einwandfrei.
Vor dem Kauf muss man aber natürlich die Wohnwagendaten mit den technischen Spezifikationen der Rangierhilfe abgleichen.

*** Lieferumfang ***


Die Lieferung bestand aus zwei großen und schweren Paketen. Komplett wog die Lieferung 38 kg und ich hatte daher ordentlich zu schieben, ziehen und schleppen bis das Paket in unserer Wohnung war.
Das eine Paket enthielt die beiden vormontierten Movermotoren samt Getriebe und Anpresswalzen, das andere Paket enthielt die Steuerung, den Hauptschalter und die Fernbedienung, sowie alle Stangen, Klammern und Schrauben, die zur Montage des Movers am Wohnwagen notwendig sind.
Ebenfalls lag eine reichlich bebilderte, deutsche Montageanleitung und eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) bei. Wir fanden das super praktisch dass die ABE zum Lieferumfang gehört, man muss also nicht noch extra zum TÜV fahren und den Mover eintragen lassen.
Zur Montage gibt es auch eine Anleitung als Film auf einer beiliegenden CD oder im Internet zum Download.
Zu guter Letzt befand sich noch die Kurbel zum Verschieben der Antriebswalzen an die Wohnwagenräder, im Karton. Alle Teile waren gut verpackt und wir hatten keinerlei Transportschäden zu beklagen.
Eine Batterie muss man sich übrigens, wenn man nicht schon eine am Wohnwagen verbaut hat, extra besorgen.
Wir haben eine Autobatterie mit 100 Ah gekauft.

*** Montage und Inbetriebnahme ***


Die Montage ist eigentlich nicht schwer.
Bestenfalls hat man eine Hebebühne für den Wohnwagen und einen starken Helfer zum hochheben und halten.
Beides hatten wir leider nicht.Wir wählten daher einen sonnigen Tag im Frühjahr aus und montierten den Mover direkt an unserem Stellplatz. Dieser verfügt zum Glück über eine gepflasterte Fläche unter dem Wohnwagen.
Mein Mann unterbaute den Wohnwagen so, dass er komplett nach hinten gekippt werden konnte und trotzdem noch nach vorne sicher abgestützt war. Zusätzlich unterbauten wir den gekippten Wohnwagen noch mit Stützen, sodass man sich sicher darunter legen konnte.
Anschließend montierte mein Mann zuerst die beiden Klammern, mit denen nachher die Motoren unter dem Wohnwagen am Rahmen des Wagens befestigt wurden.
Wir entschieden uns für eine Montage vor der Achse, was uns sinnvoller erschien, weil die Motoren dann nicht direkt in der Gischt der Reifen hängen, wenn man mal auf nasser Straße unterwegs ist.
Außerdem haben wir tendenziell immer zu wenig Stützlast auf der Kupplung, sodass wir bei fast jeder Fahrt noch Gewicht im vorderen Teil des Wohnwagens laden müssen. Da die Motoren zwar recht schwer sind, aber direkt vor der Achse sitzen, macht das zwar nicht sehr viel aus, aber es geht für uns in die richtige Richtung.Man kann den Mover aber auch hinter die Achse bauen, entsprechende Änderungen an der Verdrahtung sind in der Anleitung beschrieben.
Nach der Montage der Klammern kam der schwerste Teil: Die Montage der Motoren.
Jeder wiegt so um die 20 Kilo, was erst mal nach nicht so viel klingt, aber wir hatten ja fast keinen Platz unter dem Wohnwagen und daher keinen gescheiten Winkel zum hochheben. Außerdem muss eine Person die Hände frei haben um die Schrauben zu den Klammern befestigen zu können. Wir behalfen uns hier mit einem Rangierwagenheber, auf den wir den Motor auflegten und bis zur benötigten Höhe hochpumpten. So hat es ausgereicht, dass ich den Motor etwas stabilisiert habe, während mein Mann die Schrauben anzog.
Mit dem zweiten Motor verfuhren wir ähnlich, nur dass dazu noch die kompletten Stangen zwischen den Motoren befestigt und mit hochgepumpt werden mussten.
Die Stangen dienen zum einen zum ausrichten des Movers zum Rad hin, zum anderen sorgen sie dafür, dass man nur auf einer Seite kurbeln muss und trotzdem beide Motoren an die Räder fahren.Hier fiel uns schon die sehr gute Verarbeitung des ganzen Materials auf, alles passte sehr gut zusammen und man musste nicht auch noch stark drücken, oder gar Anpassungen unter dem Wagen vornehmen.
Nachdem die Mechanik montiert war, verlegten wir noch die Anschlussleitungen, für die extra sogar flexible Leerrohre als Schutz mitgeliefert wurden, bis hinter die Achse des Wohnwagens, so dass wir später nicht mehr auf diese Seite des Wohnwagens mussten.
Danach stellten wir den Wagen gerade hin, weil man für die Kabelführung bis zur Batterie nicht mehr so viel Platz unter dem Wagen braucht.
Die Batterie und das Steuergerät des Movers bauten wir in die Sitzbank im Wohnwagen direkt neben der Tür, weil beides so am besten zum ebenfalls zu montierenden Hauptschalter passt. Den Hauptschalter montierten wir so, dass er auch von außen zu erreichen ist. Mit einem Stufenbohrer bohrten wir das Loch durch den Boden des Wohnwagens und zogen die Kabel von unten an das Steuergerät und die Batterie.
Danach stand der erste Test an!
Man was waren wir gespannt, ob es gleich einen Knall tut, weil doch ein Kurzer irgendwo drauf ist! Fliegend vor dem Hautschalter ist auch noch eine 80A-Sicherung verbaut, sodass wir wenigstens etwas beruhigt waren, dass uns im Falle eines Kurzschlusses nicht die Batterie kurzgeschlossen wird und hochgeht.
Aber die Sorgen waren unbegründet, nach einem kurzen Klackern in der Steuerung, das immer zum initialisieren kommt, bewegten sich die Motoren wie gewünscht.
Jetzt stand einer Probefahrt nichts mehr im Wege!Alle notwendigen Montageschritte waren in der sehr guten Montageanleitung beschrieben, sodass wir außer den Platzproblemen keine weiteren Probleme bei der Montage des Movers hatten.

*** Unsere Erfahrungen ***


Zur Inbetriebnahme werden die beiden Antriebswalzen an den Movermotoren mittels der Handkurbel auf die Laufflächen der Wohnwagenräder gedrückt.
Eine Skala mit Rot-Gelb-Grün zeigt einem dabei an, ob man richtig ist.Danach initialisiert man die Steuerung des Movers mit der Fernbedienung.
Auf der Fernbedienung befinden sich 6 Knöpfe zur Steuerung der Richtung.
Diese steuern jeweils einen oder beide Motoren im Gleich- oder im Gegenlauf an.
Drückt man z.B. den Knopf oben links und unten rechts gleichzeitig, so läuft der linke Motor vorwärts und der rechte Motor rückwärts. So dreht sich der Wohnwagen auf der Stelle im Kreis.
Drück man nur den Knopf oben links, läuft nur der linke Motor vorwärts und der Wohnwagen macht eine Kurve nach rechts.
Dabei kann man bequem mit der Fernbedienung um den Wohnwagen gehen und immer im Blick behalten, ob es irgendwo eng wird.
Die Steuerung ist recht feinfühlig, sodass man mit etwas Übung auch filigrane Manöver, wie z.B. den Wohnwagen an die Kupplung des Autos heranfahren, ohne Probleme schafft.
Wenn man oft die Richtung wechselt, neigt der Wohnwagen etwas zum aufschaukeln, weil der Wohnwagen ja gefedert auf den Rädern montiert ist. Daher muss man vor allem an engen Stellen aufpassen, dass man rechtzeitig stoppt, damit der nachschwingende Aufbau nicht noch an das Hindernis knallt.Mit der Leistung des Movers sind wir sehr zufrieden.
Der Hersteller gibt an, dass die Rangierhilfe 10cm in einer Sekunde fährt, das wären also 6 Meter in einer Minute. Nach unseren Schätzungen ist der Mover aber sogar einen Tick schneller.
Relativ schnell geht dem Mover die Puste bei Bordsteinen und größeren Hindernissen aus. Einen abgesenkten Bordstein kann man aber ohne Probleme befahren (notfalls zuerst das eine und dann das andere Rad), größere Hindernisse muss man unterlegen.
Dafür hatten wir noch nie Probleme auf nassem Gras oder im Schotter.
Sanduntergrund hatten wir noch nicht, solange die Wohnwagenreifen aber nicht durchdrehen, sollte das keine Probleme machen.Wie lange man movern kann, hängt natürlich ganz von der eingebauten Batterie ab. Daher kann ich hierzu nur sagen, dass unsere Batterie noch nie leer gegangen ist während des Rangierens. Mein Mann geht allerdings sporadisch her und lädt die Batterie immer wieder auf damit unser Enduro EM203 ständig einsatzbereit ist.
Die Herstellergarantie beträgt übrigens 5 Jahre ab dem Kaufdatum.

*** Mein Fazit ***


Mein Mann und ich sind mit der Enduro Rangierhilfe EM203 rundum zufrieden!Der Mover hat einen akzeptablen Preis, ist robust, leicht zu bedienen und leistungsstark.Wenn wir nun auf Campingplätzen nächtigen wollen wo die Stellplätze arg eng sind, müssen wir nicht mehr fremde Leute um Hilfe bitten, um den Wohnwagen mühevoll zu schieben.
Ganz locker und einfach fahren wir nun unseren Wohnwagen per Fernsteuerung in die Lücke.
Bisher haben wir unseren Mover schon öfter gebraucht als wir je gedacht hätten, schon weil wir auf unserm Dauerstellplatz öfters schon alleine waren.
Auch das Ankuppeln an unseren PKW ist nun viel einfacher. Man fährt den Wohnwagen dank der Rangierhilfe direkt an die Autokupplung hin und los geht es mit ankuppeln.

Negatives konnten wir gar nichts feststellen und daher empfehlen wir den Enduro EM203 auf jeden Fall weiter!

 

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